Erbsen- und Zucchinisuppe

Eine richtig frische grellgrüne Sommersuppe. Die ist so köstlich, dass ich sie auch in diesem blöden Regensommer nicht missen möchte. Hier im Norden blasen die Winde gerade bis Stärke 10. Ab 12 nennt man es Orkan. Die Geselligkeit in diesem Sommer findet nicht auf Terrassen und in Biergärten statt. Sie entsteht als Notgemeinschaft nach dem Einkaufen. Wenn ich den Supermarkt verlassen will, schüttet es mal wieder aus Eimern. Wenn sich am Ausgang alles staut, weil keiner den Laden verlassen will, ergeben sich bisweilen nette kleine Gespräche.

Rezept:
500 g kleine Zucchini, gewürfelt
500 g TK Erbsen
3 Knoblauchzehen, gehackt
1-2 Brühwürfel
50 g geriebener Parmesan
1 handvoll Basilikum, grob gehackt
Olivenöl (wie immer das allerbeste)

Zucchini mit dem Knoblauch in etwas Öl anbraten. Die Hälfte der Erbsen zufügen. Mit Wasser auffüllen, so dass das Gemüse zur Hälfte im Wasser liegt. Brühwürfel zugeben.
Alles so lange kochen, bis es weich, aber noch bissfest ist, ca. 5 Minuten. Mit dem Pürierstab mixen. Die Masse soll noch etwas stückig sein.
Den Rest der Erbsen in Wasser mit Brühwürfel erhitzen, abseihen und zugeben. Dann das Basilikum unterrühren.

Suppe auf vier Teller verteilen. Großzügig Olivenöl darübertreufeln und mit Parmesan bestreuen.

Am besten ist die Suppe ganz frisch, und nur dann hat sie diese wunderbare intensivgrüne Farbe.

Mangosuppe

© Uta Rauser, 2015; www.uta-rauser.de

© Uta Rauser, 2015; http://www.uta-rauser.de

In Norddeutschland wachsen keine Mangos. Die regionale Küche muss passen. Bleibt nur der Gang zum Supermarkt, und auch da finde ich erst im dritten reines Mangopürree. Die fruchtigwürzige Suppe mit Gemüsebrühe und Holsteiner Cox ist die Suche wert.
Inspiriert hat mich ein Rezept aus der Zeitschrift [Mohltied!], 4’2014 von Stefan Brandt, Chefkoch im Heinsen’s Ellerbeck.

 

Rezept:
1 Zwiebel
1 kl. Bund Suppengemüse
1 Stück Ingwer
3 Stangen Zitronengras
5 Kaffirblätter
etwas Knoblauch
2 EL Sesamöl
50 g Butter
1 TL Thai-Curry
1 großer Holsteiner Cox oder Boskopp
100 ml Weißwein
600 ml Gemüsefond oder Hühnerbrühe
400 ml Mangopürree
100 ml leicht geschlagene Sahne

Koriandergrün, Kresse oder Schnittlauchröllchen
evtl. Chilifäden oder -flocken

Suppengemüse und Zwiebel und Ingwer säubern und fein würfeln. In Sesamöl und 1 EL Butter farblos anschwitzen. Curry anstäuben und mit dem Weißwein ablöschen. Brühe und Mangopürree angießen.

Den Apfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und fein würfeln. In dem 2. EL Butter anschmoren bis die Apfelstückchen weich sind aber noch nicht zerfallen. 3/4 der Menge zur Suppe geben.

Die Suppe so lange auf kleiner Flamme köcheln, bis das Gemüse weich ist. Dann alles fein sämig pürieren. Die leicht geschlagene Sahne unterrühren.

Suppe auf vier Teller verteilen und in jede Portion einen Löffel voll Apfelstückchen geben. Mit Koriander oder Schnittlauchröllchen verzieren. Wer mag streut noch ein paar Chiliflocken oder -fäden darauf.

Salamisuppe mit Zimt-Garnelenspieß

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Es gibt Kochbücher mit Rezepten – die kann man als Normalsterbliche nicht nachkochen. Ganz oben steht da Stefan Wiesners Gold Holz Stein. Die Rezepte sind so regional, dass man nicht an die Zutaten kommt. Oder wer hat schon Heu aus der zweiten Mahd vorrätig? Das einzige Rezept, an das ich mich rantraue ist eine Salamisuppe. Die jedoch nehme ich sofort in mein Repertoire für besonders liebe Gäste auf. Salamisuppe mit Zimt und Garnelen. Hemmungslos gut!!


Rezept:

1,5 Zimtstangen (à 5 cm)
4 Garnelen
Olivenöl

150 g grobe Salami
150 ml Weißwein (Grauburgunder)
250 ml Gemüse- oder Rinderfond
250 ml Sahne
1 TL Kartoffelstärke

Salz, Pfeffer
etwas Schnittlauch

Die Garnelen bis auf den Schwanzteil von der Schale befreien und säubern. Mit etwas Olivenöl beträufeln und 1/2 Stunde marinieren. 1 Zimtstange längs vierteln. Mit einem dünnen Messer Löcher in die Garnelen stoßen und auf die Zimtstangen spießen.

Die Salami in ca 0,5 cm große Würfel schneiden und in einem Topf schonend auslassen. Mit Fond und Wein ablöschen und 20 Minuten köcheln. Die übriggebliebene Zimtstange zerbröselt zufügen und weitere 5 Minuten köcheln. Die Suppe durch ein feinmaschiges Sieb gießen und (im Kühlschrank) abkühlen lassen. Das Fett abnehmen. Suppe erneut erwärmen und Sahne angießen. Kortoffelstärke mit kaltem Wasser anrühren und unter Rühren in die Suppe geben. Kurz aufkochen und auf 4 Teller verteilen.

Die Garnelen in Olivenöl von jeder Seite 3-4 Minuten braten und auf den Tellern verteilen. Mit etwas Schnittlauch garnieren.

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Das Rezept ist dem Buch Gold Holz Stein, Sinnliche Sensationen aus Stefan Wiesners alchemistischer Naturküche; AT Verlag, 2003 entnommen

Stefan Wiesner, Gasthof Rössli, Escholzmatt in der Schweiz

alle Bilder © Uta Rauser, 2014; http://www.uta-rauser.de