Erbsen- und Zucchinisuppe

Eine richtig frische grellgrüne Sommersuppe. Die ist so köstlich, dass ich sie auch in diesem blöden Regensommer nicht missen möchte. Hier im Norden blasen die Winde gerade bis Stärke 10. Ab 12 nennt man es Orkan. Die Geselligkeit in diesem Sommer findet nicht auf Terrassen und in Biergärten statt. Sie entsteht als Notgemeinschaft nach dem Einkaufen. Wenn ich den Supermarkt verlassen will, schüttet es mal wieder aus Eimern. Wenn sich am Ausgang alles staut, weil keiner den Laden verlassen will, ergeben sich bisweilen nette kleine Gespräche.

Rezept:
500 g kleine Zucchini, gewürfelt
500 g TK Erbsen
3 Knoblauchzehen, gehackt
1-2 Brühwürfel
50 g geriebener Parmesan
1 handvoll Basilikum, grob gehackt
Olivenöl (wie immer das allerbeste)

Zucchini mit dem Knoblauch in etwas Öl anbraten. Die Hälfte der Erbsen zufügen. Mit Wasser auffüllen, so dass das Gemüse zur Hälfte im Wasser liegt. Brühwürfel zugeben.
Alles so lange kochen, bis es weich, aber noch bissfest ist, ca. 5 Minuten. Mit dem Pürierstab mixen. Die Masse soll noch etwas stückig sein.
Den Rest der Erbsen in Wasser mit Brühwürfel erhitzen, abseihen und zugeben. Dann das Basilikum unterrühren.

Suppe auf vier Teller verteilen. Großzügig Olivenöl darübertreufeln und mit Parmesan bestreuen.

Am besten ist die Suppe ganz frisch, und nur dann hat sie diese wunderbare intensivgrüne Farbe.

Ricotta-Gnocchi mit Pilzen

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alle Bilder:© Uta Rauser, 2014; www.uta-rauser.de

alle Bilder: © Uta Rauser, 2014; http://www.uta-rauser.de

Meine Pilzernte sollte die Grundlage für diesen Beitrag liefern. Aber nachdem die Suche so kläglich scheiterte, weil alle Pilze, die für mich wie Champignons aussahen, irgendwelche giftigen Doppelgänger waren, habe ich mich für einen Rest getrockneter Steinpilze entschieden und stocke sie mit ordinären Supermarkt-Champignons auf. Ich koche mein Rezept also trotzdem, denn die Gnocchi aus Ricotta, Kartoffeln, Mehl und Ei sind der Knüller. Ganz zart im Biss, zergehen sie dann auf der Zunge. Und sind für Pilze wie geschaffen.

Den Ricotta möglichst über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen, damit der Teig fester wird. Wenn die Zeit nicht reicht, geht’s aber auch so. Am besten schmecken diese Gnocchi, wenn sie eher klein sind, weil sie dann besser durchgaren.

 

Rezept:
für 4 Personen

Gnocchi
500 g Ricotta
2 gekochte, möglichst mehlige Kartoffeln
100 g Parmesan, gerieben
3 Eigelbe
110 g Mehl, Typ 405
Salz

Pilze
3 EL Olivenöl
50 g Butter
1 – 2 Zwiebeln, gehackt
2 Knoblauchzehen, gehackt
2 EL glatte Petersilie, gehackt
1 handvoll getrockneter Steinpilze
500 g Champignons
Salz und Pfeffer

50 g Parmesan zum Bestreuen

 

Steinpilze in wenig Wasser einweichen.

Die gekochten Kartoffeln pellen und durch die Kartoffelpresse oder ein Sieb drücken. Mit Ricotta, Parmesan, Mehl, Eigelben und etwas Salz gut verrühren. Eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Der Teig lässt sich kalt besser verarbeiten.
Auf einem stark bemehlten Brett den Teig zu ca. 2,5 cm dicken Rollen formen. Mit einem scharfen Messer in Stücke teilen. Sollen die Gnocchi rund werden, mit gut bemehlten Händen nachformen. Mit einer Gabel aufnehmen und in sprudelnd kochendes Wasser gleiten lassen. Wenn sie an die Oberfläche steigen, noch 3 Minuten weiter kochen lassen, damit sie durchgaren. In einer Schaumkelle abtropfen lassen und behutsam in einer Schüssel in etwas Butter schwenken.

Öl und Butter in einer Pfanne schmelzen. Zwiebeln und Knoblauch zugeben und leicht anbräunen. Dann Petersilie und ausgedrückte Steinpilze mitschmoen. Das Einweichwasser nach und nach zufügen. Wenn die Flüssigkeit ziemlich eingekocht ist, die in Scheiben geschnittenen Champignons in die Pfanne geben und bei großer Hitze unter Rühren etwas Saft ziehen lassen. Nach Geschmack salzen und pfeffern.

Die Pilze über die Gnocchi geben und mit Parmesan bestreuen.

 

Glutenfreie Variante:
Ich habe das Rezept auch glutenfrei ausprobiert und das normale Weizenmehl durch glutenfreies Mehl ersetzt. Gerade noch rechtzeitig fiel mir zum Glück ein, dass ich auch zum Formen der Gnocchi glutenfreies Mehl nehmen muss. Ich hatte nur noch Maismehl da. Aber das klappte so prima, dass ich beim nächsten Mal auch bei der glutenhaligen Variante Maismehl zum Formen ausprobieren werde.
Die glutenfreien Gnocchi haben nicht so ganz den Biss, den die „normalen“ haben, sondern sind insgesamt noch etwas weicher. Aber sie sind eine gute Alternative bei Glutenunverträglichkeit.