Quark mit Frühlingskräutern_2

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Ereignisse wie die Regenkatastrophe in unserem Haus bringen einen manchmal auf die schönsten Ideen.

Die Küche liegt zusammen mit durchweichten Spanplattenresten und Dämmwolle draußen, auf dem Rasen. An Kochen ist nicht mehr zu denken. Also was Unaufwändiges.

In der Käserei Biss, zwanzig Fahrradminuten von uns entfernt gibt es einen aromatischen Quark. Er duftet und schmeckt nach Milchwirtschaft. Sie sagen im Laden manchmal Frischkäse dazu. Es ist mit Sicherheit kein Magerquark. Der Fettgehalt steht zum Glück gar nicht drauf. Aber welch ein Genuss! Ich esse ihn wie Eiscreme.

Im Garten, dem der viele Regen gut getan hat, wachsen alle übrigen Zutaten.

Rezept

500 g Quark
eine große Hand voll Kräuter – Liebstöckel, Majoran, Thymian, Schnittlauch, Knoblauch, Frühlingszwiebeln
50 bis 100 g Joghurt (nach Gechmack)
Salz und Pfeffer
Ruccolablättchen

Liebstöckel (haben wir dieses Jahr für uns entdeckt), wenig Thymian, viel Schnittlauch, etwas Majoran, die letzten Bärlauchblättchen oder eine kleine Knoblauchzehe und Frühlingszwiebeln klein hacken. Den Kräutermix mit dem Quark und dem Joghurt verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Der Quark schmeckt dick auf frischem, dunklen Weizenbrot mit Ruccolablättchen bestreut.

alle Bilder © Uta Rauser, 2014

alle Bilder © Uta Rauser, 2014

Steckrübenpastete

Ich hab mir neulich im Vorbeigehen so eine Zeitschrift an Kasse mit Pasteten- und Terrinenrezepten gekauft. Macht man ja so, weil man so was immer mal ausprobieren will. Beim blättern und lesen läuft einem das Wasser im Mund zusammen – doch man merkt, dass das Ganze wieder mal mit Arbeit verbunden ist. Also bleibt’s erst mal dabei.
Nun war da ein Rezept, das sich ganz einfach las. Ich hab unseren alten Fleischwolf wieder mobilisiert, gekurbelt, gerührt und gebacken. Und das Ergebnis ließ sich schmecken.
Inzwischen bin ich beim 5. Rezept und entwickel daraus mein eigenes.

Ohne Fleisch, dafür mit Räuchertofu, ist diese Pastete als leichtes Sommeressen geeignet. Und da der Sommer gerade woanders ist, lässt sie sich hier auch mit Räucherfisch und einem kleinen Salat verbinden

Meine Pastete kann man mit Steckrüben, alternativ aber auch sehr gut mit Süßkartoffeln machen. Auch Kürbis sollte gehen, hab ich aber noch nicht ausprobiert.
Den Teig bereite ich ziemlich weich, damit ich ihn dünner ausrollen kann. Lieber mehr Mehl auf den Tisch streuen, damit nichts anklebt. Teigränder an Pasteten finde ich lecker, wenn sie schön knusprig, nicht, wenn sie dick und pappig sind.

Rezept

Füllung
700 g Steckrübe (Süßkartoffel oder Kürbis)
3 Eier
1 daumengroßes Stück Ingwer, geschält und gehackt

Teig
200 g Dinkelmehl
1 EL Essig
100 ml kaltes Wasser
100 g kalte Butter in Stückchen
Salz

Soße
2 Becher Saure Sahne
4 Stengel frischen Estragon
2-3 Stengel frischen Kerbel
10 Kumquats
Salz

Frühlingsrollen mit Reispapier

Reispapierröllchen auf Mangosalsa

Bild © Uta Rauser, 2916; http://www.uta-rauser.de

Ich habe zum ersten Mal Reispapier in der Hand gehabt. Ich muss sagen, das war ein Kampf. Die ersten Blätter sind im Müll gelandet, weil sie zu weich waren und rissen. Außerdem aber an Händen und Tisch festklebten. Ich hatte sie zu lange eingeweicht. Nach vielen Versuchen gelangen einige passable Exemplare der Röllchen. Ich habe die Tischplatte sehr feucht gemacht, dann ein Blatt Reispapier durch kaltes Wasser gezogen und nass auf den Tisch gelegt. Alles, was ins Röllchen rein soll, muss jetzt schnell auf das Papier gelegt werden, das dann darüber geschlagen wird.

Rezept

für 8 Röllchen:
1 kleine Karotte
1 kleine Gurke
Sprossen (Soja oder Erbssprossen)
2 große Salatblätter (Römer, Eisberg, Spitzkohl geht auch)
1 Packung Krevetten
Reisnudeln
Reispapier

Karotte, Gurke und Salatblätter in Streifen schneiden.
Die Krevetten waschen und mit Salz einige Minuten ziehen lassen. Abtrocknen und bei hoher Tmperatur in einer Pfanne mit etwas Öl 1-2 Minuten auf jeder Seite braten.
Die Glasnudeln mit kochendem Wasser übergießen und 3 Minuten ziehen lassen. Abseihen.

Die Tischplatte gut befeuchten (sonst klebt das Reispapier fest). Ein Blatt Reispapier durch kaltes Wasser ziehen und nass auf den Tisch legen. In die Mitte je Rolle 3 Krevetten nebeneinander legen. Darauf einige Streifen Gurke, Karotte, Sprossen und Salat verteilen. Einige Glasnudeln darauf legen.

Nun die vordere Reispapierhälfte vorsichtig möglichst stramm über die Zutaten ziehen und das Papier auf der gegenüberliegenden Seite andrücken. Es klebt sofort fest. Dann die Seiten einschlagen. Zuletzt die nach hinten zeigende Seite über alles nach vorne falten und vorsichtig andrücken. Wenn man das Päckchen umdreht, sollten die Krevetten durch das Papier scheinen.

Die entstandenen Kunstwerke (vielleicht sehen sie bei Euch auch noch nicht so ganz perfekt aus) zur Mangosalsa mit Erdnüssen essen.

Dorade

Dorade

Dorade

zubereitete Dorade

geschmorte Dorade

Dorade geschmort

Endlich Sonne und draußen essen! Fisch ist wie dafür gemacht, es gibt Dorade.

Rezept

pro Person 1 Dorade
1 Bio-Zitrone
1-2 Thymianzweige
einige Lauchzwiebeln
einige Cherrytomaten
1-2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die küchenfertig gekaufte Dorade wasche ich kalt ab. Den Bauch fülle ich mit Zitronenscheiben, Knoblauchscheiben und Thymianzweigen, bepinsel den Fisch von außen mit Olivenöl und salze ihn innen und außen nicht zu knapp mit Meersalz. Ich gebe einige Zitronenscheiben, Thymian und gepellte Knofis obendrauf, Tomaten und Lauchzwiebeln drumherum und ab damit in den heißen Ofen. Bei 150 Grad lasse ich die Dorade 20 Minuten garen, dann gebe ich ihr noch 5-10 Minuten bei 200 Grad, damit die Haut kross wirkt. So kommt sie auf den Teller. Ich bestreue sie noch mit gobem schwarzen Pfeffer.

Dazu gibt es im Ofen mitgebackene Kartoffelspalten.

abgegessener Teller, Fischkarkasse

alle Bilder © Uta Rauser, 2016; http://www.uta-rauser.de

Feldsalat mit Buchweizen

Feldsalat mit geroestetem Buchweizen, Walnuessen und Granatapfelkernen

alle Bilder © Uta Rauser, 2916; http://www.uta-rauser.de

Geröstete Buchweizenkörner sind kleine Kracher in diesem Salat. Die Kombination mit Feldsalat und Walnüssen verstärkt den nussigen Geschmack. Ziegenkäse, Granatapfelkerne und Honigsenf runden alles ab. Weitere Zutaten können improvisiert werden. Paprika, Tomaten, Radieschen, Möhren – geht alles. Nach dem Anrichten bitte sofort essen, denn Feldsalat welkt schnell.

Rezept
für 1 Person

Feldsalat
je eine kleine handvoll Buchweizen, Walnüsse, Granatapfelkerne
25 g Ziegenfrischkäse (oder Croutin)
einige Cherrytomaten
1/2 gelbe Paprika
und was sonst noch frisch und lecker aussieht, z. B. Portulak oder Rauke

1/2 TL Honigsenf
1 TL Weinessig
1 EL Walnussöl
Salz und Pfeffer

Buchweizenkörner in einer Pfanne ohne Öl anrösten, bis sie beim Kauen krachen. Die Walnüsse kann man auch rösten, muss man aber nicht. Den Feldsalat waschen und putzen. Auf dem Teller verteilen. Halbierte Cherrytomaten, Paprikastückchen und den gebröckelten Ziegenkäse zufügen. Die gehackten Walnüsse, Granatapfelkerne und den Buchweizen darüberstreuen.
Aus Senf, Essig, Walnussöl und Salz rührt man die Marinade und träufelt sie direkt vor dem Essen über den Salat. Groben schwarzen Pfeffer darüber mahlen.

Frikadellen mit Kartoffelsalat

frisch gekochte Pellkartoffeln

Zwiebeln und gepellte Kartoffeln

Kartoffeln reiben

Zutataen für Kartoffelsalat

Petersilie, Ei, Zwiebeln, Brösel

Zutaten Frikadellen

geformtes Hack für Frikadellen

Kartoffelsalat

bratende Frikadellen

Frikadelle mit Kartoffelsalat

alle Bilder: © Uta Rauser, 2016; http://www.uta-rauser.de

Dieses Essen ist ein Rezept meines Mannes. Er kocht traditionelle deutsche Küche. Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer, Kartoffelsuppe, Rouladen mit Kartoffelpü und eben Kartoffelsalat. Eine einzige Ode an die Kartoffel.

Das Besondere an den Frikadellen ist die große Menge Petersilie darin. Damit werden sie richtig schön saftig, obwohl sie ausschließlich aus Rinderhack bestehen.
Der Kartoffelsalat, ohne Mayonaise, geht schnell, denn er muss nicht durchziehen. Die Qualität der Kartoffeln ist entscheidend.

Rezept:

Kartoffelsalat
1 kg festkochende gelbe Biokartoffeln (z.B. Leyla, Linda)
2 mittelgroße Zwiebeln, sehr feingehackt
5 EL Apfelessig (mindestens)
1 EL Senf (mindestens)
Gutes Olivenöl
Salz und Pfeffer
ca. 3EL Wasser (abhängig von der Kartoffelsorte)

Kartoffeln mit Schale kochen. Die garen Kartoffeln noch heiß pellen. Mit einer Reibe in dünne Scheiben hobeln. Alle restlichen Zutaten auf die Kartoffeln geben und vorsichtig, aber gründlich unterheben. Eventuell nachwürzen, er soll einen angenehm kräftigen Geschmack haben.

Frikadellen
500 g Rinderhack
1 Gemüsezwiebel, feingehackt
4 EL Semmelmehl
1 Ei
1 großes Bund glatte Petersilie, feingewiegt
Pfeffer und Salz

Die Petersilie kaufen wir beim Türken, da ist die Bundgröße genau richtig. Alle Zutaten gründlich verkneten. Mit feuchten Händen (dann klebt die Masse nicht) Frikadellen in gewünschter Größe formen und in Öl in einer Pfanne braten. Dabei die Temperatur nicht zu heiß stellen, damit sie Zeit haben, durchzubraten, ohne zu dunkel zu werden.

Wenn die Frikadellen gar sind, ist der Kartoffelsalat bereits durchgezogen.

Speckgugelhupf

Speckgugelhupf

Speckgugelhupf

alle Bilder © Uta Rauser, 2015; http://www.uta-rauser.de

Eine Woche Urlaub in meiner schleswig-holsteiner Hütte, und es ist lausig kalt. Ofen anschmeißen Ende Mai? Ach was, ich backe Brot, das macht den Raum auch warm.

Zu einem Glas Rotwein heute Abend passt Speckgugelhupf. Ich hab mal so kleine Silikonformen gekauft und nie benutzt. Jetzt haben sie Einsatz.

In der Abenddämmerung fotografiere ich noch schnell draußen in Sturmböen zwischen Regenschauern. Dann flüchte ich in meine Datscha und heize den Ofen an.

 

Rezept
125 g Weizen-Vollkornmehl
125 g Mehl Typ 405
1/2 Block Hefe
5 g Salz
ca. 250 ml Bier (oder Wasser)

Mehlsorten mischen. Die Hefe mit dem Mehl verreiben. Bier (oder Wasser) angießen. Salz zufügen. Alles in der Küchenmaschine oder per Hand einige Minuten verkneten, bis der Teig einen Ballen bildet. Evtl. etwas Flüssigkeit nachgießen. Den Teig an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. Inzwischen den Speck würfeln und in einer Pfanne auslassen. Den abgekühlten Speck unter den Teig kneten. Förmchen füllen, oder ein ganzes Brot formen. Backofen auf 200 Grad vorheizen und den Teig für insgesamt 20 Minuten backen. Da Gebäck in Silikonförmchen nicht knusprig wird, nehme ich die kleinen Gugelhupfbrote nach 15 Minuten aus der Form und lasse sie noch 5 Minuten im Ofen bräunen.